Beschichtung

Dekorbeschichtung

Beschichten mit ästhetischem Anspruch

Bei der Dekorbeschichtung handelt es sich um eine Beschichtung im Zweistufenprozess, die sich deutlich von der herkömmlichen Pulverbeschichtung abgrenzt. Für diesen aufwendigeren und komplizierteren Prozess gibt es zwei Verfahren: das Sublimationsverfahren und das Pulver in Pulver Verfahren. Mit beiden Verfahren lassen sich Dekore beispielsweise mit Holz- oder Steinmaserungen nachstellen sowie jegliche Fantasiemuster applizieren.

Verfahrensunabhängig ist als Basis eine spezielle Pulverbeschichtung im Grundfarbton des gewünschten Dekors (z. B. ein helles Braun für den Holzgrundfarbton, ein Weißfarbton für Marmoroptik) notwendig. Im zweiten Schritt wird die eigentliche Dekoroberfläche erzeugt. Abhängig von der Verfahrenstechnologie kann ein mehr oder weniger strukturiertes Dekor, welches sich in der Haptik unterscheidet, in die Pulvergrundierung ein- oder aufgebracht werden. Die zu applizierenden Geometrien der Profile mit den gewünschten Dekorflächen, Blechen, Abmaßen und Abkantungen bestimmen ebenfalls das Dekorationsverfahren mit.

Sublimationsverfahren

Die mit der speziellen, vollständig vernetzten Pulverlackbeschichtung versehenen Bauteile werden mit der bedruckten Folie vollständig eingewickelt. Die Folie ist einseitig mit einer speziellen Tinte, dem gewünschten Dekor und dem Farbton bedruckt. Durch ein Vakuum wird diese Folie nun vollflächig an das Bauteil angezogen. In einem Wärmeofen diffundiert bei ca. 200°C die Tinte von der Folie in die Pulverbeschichtung. Somit ist das Bauteil allseitig mit dem Dekor versehen und nicht mehr retuschierbar.

Pulver in Pulver Verfahren

Im ersten Schritt wird die spezielle Pulverlackbeschichtung appliziert. Anschließend erhält die Sichtfläche mit einer Art Siebdruck das gewünschte Dekor, welches im Polymerisationsofen vollständig aushärtet. Eine Rundumgestaltung des Profils mit gebogenen Flächen oder ähnlichen Symmetrien ist somit kaum oder gar nicht möglich. Das erzeugte Dekor hat jedoch eine gute Haptik und ist gut mit einer natürlichen Oberfläche vergleichbar.

Vorbehandlung

Es erfolgt eine chemische Vorbehandlung analog wie bei einer organischen Beschichtung.

Eigenschaften

Mit einer Dekorbeschichtung besteht die Möglichkeit, den Anwendungsbereich von Aluminium zu erweitern, z.B. Ersatz von Holzkonstruktionen aufgrund begrenzter Statik im Holzbauwerk.